Rechtsgebiete

Benjamin Derin ist schwerpunktmäßig als Strafverteidiger tätig und verbindet die strafrechtliche Spezialisierung mit verfassungsrechtlicher Kompetenz.

Strafrecht

Einer Straftat beschuldigt zu werden, das kann jeder und jedem passieren. Ein Strafverteidiger kann Beistand in stürmischen Zeiten leisten und dafür Sorge tragen, dass Ihre Rechte von Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichten geachtet werden. Menschen, die sich politisch engagieren, sind diesem Risiko in besonderer Weise ausgesetzt. Auch in politischen Strafverfahren finden Sie hier selbstverständlich vertrauensvolle Beratung.

Rechtsanwalt Benjamin Derin berät und vertritt Sie in allen strafrechtlichen Verfahrenslagen. Hierzu gehören insbesondere das Vorverfahren, die strafrechtliche Hauptverhandlung und die Berufung oder Revision.

Entsteht der Anfangsverdacht einer Straftat, sei es durch die Anzeige einer Zeugin oder eines Geschädigten oder aufgrund polizeilicher Erkenntnisse, wird gegen die Beschuldigten ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Hier sammelt die Polizei für die Staatsanwaltschaft alle Informationen, die sie für relevant hält, um die Tat nachzuweisen. Hierfür können beispielsweise Telefongespräche abgehört, Hausdurchsuchungen und Wohnungsdurchsuchungen durchgeführt oder mögliche Beteiligte befragt werden. Solche Ermittlungsmaßnahmen können nicht nur intensiv in die Privatsphäre der Betroffenen eingreifen, sondern spielen auch eine bedeutende Rolle für den weiteren Verlauf des Verfahrens und eine spätere Hauptverhandlung. Nicht immer sind die durchgeführten Maßnahmen rechtmäßig und stets kann das eigene Verhalten zu diesem Zeitpunkt gewichtige Konsequenzen haben. Unter Umständen kann in diesem Verfahrensstadium auch eine Einstellung des Verfahrens erreicht werden. Deshalb ist es häufig ratsam, das Vorgehen möglichst früh mit einem Strafverteidiger oder einer Strafverteidigerin zu besprechen. Besonders wichtig: Ohne eine Beratung durch einen Strafverteidiger oder eine Strafverteidigerin ist dringend davon abzuraten, gegenüber der Polizei oder der Staatsanwaltschaft selbst Angaben zu machen.

Unter bestimmten Voraussetzungen und zur Sicherung des weiteren Verfahrens können Beschuldigte bis zum Ende des Prozesses in Untersuchungshaft genommen werden. Verteidiger können inhaftierte Mandanten besuchen, es besteht dabei gegebenenfalls Anspruch auf einen Dolmetscher.

Erhärtet sich der Tatverdacht, erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage und es kommt zur Hauptverhandlung. Dort muss die vorgeworfene Tat nachgewiesen werden. Eine Hauptverhandlung gilt es daher, ausführlich vorzubereiten. Der Strafverteidiger steht dem Mandanten vor, während und nach der Verhandlung zur Seite. Bei einfach gelagerten Sachverhalten wird unter Umständen auf eine öffentliche Verhandlung verzichtet und stattdessen direkt ein Strafbefehl verschickt. Dieser enthält bereits die zugemessene Strafe. Innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung beim Beschuldigten kann gegen einen Strafbefehl Einspruch erhoben werden, um eine ausführliche Hauptverhandlung zu erzwingen.

Nach der Hauptverhandlung kann gegen das Urteil Berufung bzw. Revision eingelegt werden, um die Überprüfung durch eine höhere Instanz herbeizuführen. Der Strafverteidiger prüft die Erfolgsaussichten und Risiken eines solchen Rechtsmittels und begleitet den Mandanten während des Rechtsmittelverfahrens.

 

Verfassungsrecht

Das Verfassungsrecht regelt einerseits die Organisation des Staates, also die zugrundeliegenden Strukturprinzipien und das Verhältnis der staatlichen Organe zueinander, andererseits das durch die Grundrechte bestimmte Verhältnis des Staates zu seinen Bürgern.

Für die Frage, wie unsere Gesellschaft aufgebaut sein soll und welche Machtverhältnisse darin bestehen, ist es von großer Bedeutung, nach welchen Prinzipien sich das staatliche Handeln zu richten hat und auf welche Fundamente es sich stützt.

Für den Einzelnen von noch größerer Bedeutung ist häufig die unmittelbare Wirkung, die von den Grundrechten als individuelle, subjektive Rechtspositionen ausgeht. Die im Grundgesetz festgehaltenen Rechte spielen eine wichtige Rolle in der Abwehr und Begrenzung staatlicher Eingriffe.

Die Würde des Menschen, der Gleichheitsgrundsatz, die Freiheit des Gewissens, die Meinungs- und Pressefreiheit, die Versammlungsfreiheit, das Post- und Fernmeldegeheimnis, das Recht auf Integrität und Vertraulichkeit informationstechnischer Systeme, die Berufsfreiheit, der Schutz der Wohnung und das Grundrecht auf Asyl sind nur einige Beispiele, die nicht nur in vielen Verfahren die staatlichen Akteure in ihre Grenzen verwiesen haben, sondern anhand derer zudem die grundlegenden politischen Auseinandersetzungen der letzten Jahrzehnte ausgetragen worden sind und ausgetragen werden.